„We are still living in Schlesische Straße. During the cold war this street used to be very quiet as the wall was just around the corner. Because we lived so close, we used to encounter a lot of things around here. Like that one time where there was a big uproar and a lot of screaming at the river Spree. Children had fallen into the water, probably while they were playing. Our fire fighters wanted to help but at the same time their hands were tied. They were not allowed onto the water to save the children as the river was part of the GDR and sharply guarded. The guards would have used their guns, no doubt about that. So the kids drowned. It was horrible. We just stood there and watched and there was nothing we could do about it. On the other hand there were happy encounters as well. Like that one time that we were sitting in our local pub when the door flung open and a man stepped in, all soaking wet. Turns out he had just abseiled down an industry building and swam across the river Spree to flee the GDR.“

„Wir leben immer noch in der Schlesischen Straße. Während des Kalten Krieges war es hier aber viel ruhiger, denn die Mauer war ja gleich nebenan. Deswegen haben wir hier auch sehr viel mitbekommen. Wie das eine Mal, als an der Spree unten so viel Aufruhr war und Leute geschrien haben. Ein paar Kinder müssen wohl beim Spielen ins Wasser gefallen sein. Die Feuerwehr wollte sie retten aber zur gleichen Zeit waren ihr die Hände gebunden, sie konnten nicht aufs Wasser. Denn die Spree gehörte zur DDR und wurde scharf bewacht, die hätten geschossen. Am Ende sind die Kinder ertrunken. Es war fürchterlich. Da steht man da und kann nur gucken, aber nichts tun. Aber es gab auch glücklichere Ereignisse. Wie das eine Mal, als wir in unserer Stammkneipe saßen, die Tür aufging und ein Mann reinkam, total nass von oben bis unten. Er hatte sich gerade von einem Fabrikgebäude abgeseilt und war durch die Spree geschwommen, um in den Westen zu fliehen.”

Humans of Berlin 4