“My father was suffering from leukemia and was treated in a hospital in Berlin Westend, while we were living in the eastern part of Berlin. Then they build the wall. I think I didn’t grasp the meaning of it back then. One or two days later, we had arranged to meet my father again, like we did all the time before. He waited for us and me and my little son could see him from afar and waved at him. At that moment a GDR police man tapped me on the shoulder and ordered us to stay away from the border. With a child it was too risky to not follow his commands. That was the last time I saw my father alive. He died in 1963 and it was only in 1986 that I was allowed to travel to West Berlin to visit his grave. Well, it was what it was back then.”

“Mein Vater war immer zur Behandlung im Krankenhaus Westend, weil er an Leukämie erkrankt war. Unsere Familie lebte zur der Zeit aber im Ostteil von Berlin. Dann wurde die Mauer gebaut. Die Tragweite war mir damals glaub ich gar nicht so richtig klar. Mein kleiner Sohn und ich waren ein oder zwei Tage später mit ihm verabredet, er hatte auf uns gewartet und wir sahen ihn von Weitem und winkten ihm zu. Dann tippte mir ein Grenzer auf die Schulter und befahl uns, das Grenzgebiet zu verlassen. Sonst hätte er mich wahrscheinlich verhaftet, aber das konnte ich mit Kind nicht riskieren. Das war das letzte Mal, dass ich meinen Vater lebend gesehen habe. Er starb 1963 und erst 1986 konnte ich in den Westen reisen, um sein Grab zu besuchen. Naja, so war das eben damals.”
Humans of Berlin 11