„Two refugees from Görlitzer Park are living in my apartment. I just wanted to help them a bit and to offer them a nice place to live would be a good start I thought, especially now with the winter coming. They came to Italy by boat and ended up in Germany. But hey, it’s not that they’re stupid people, some of the refugees are teachers or want to work and study in Germany. Instead they’re forced to sell drugs to earn some money – while others are making the real big money. Next, I would like to find them a job, so they can stand on their own feet and are able to achieve what they wish. Because that’s what they really want to do, not standing in the park, selling weed. But if they wouldn’t, they would starve to death. Suspiciousness against refugees is growing every day, people don’t give a shit about them. But you should get to know those two guys, they are even nicer and more social than me. I trust them more than my own people by now. Don’t make me look like a hero in your writing, because I’m not. To help other people is the most normal thing. I actually expect that from every single person, although I know that this is unrealistic. Even I could do more to help, but I’m too selfish.“

„Bei mir wohnen zwei Flüchtlinge vom Görlitzer Park. Ich will ihnen einfach ein bisschen helfen und ihnen ein Dach überm Kopf zu geben, ist doch schon mal ein guter Anfang, vor allem jetzt, wenn der Winter kommt. Sie sind mit dem Boot aus Afrika nach Italien gekommen und dann in Deutschland gelandet. Aber hey, die ganzen Flüchtlinge sind doch keine dummen Typen, sie sind teilweise Lehrer, wollen hier arbeiten oder studieren. Stattdessen müssen sie im Park Drogen verkaufen, um etwas Geld zu verdienen. Die große Kohle machen dann aber ganz andere. Als nächstes versuche ich, einen Job für sie zu finden, damit sie auf eigenen Beinen stehen und etwas erreichen können. Denn genau das wollen sie eigentlich tun, nicht dort im Park rumstehen und Gras verticken, aber wenn sie es nicht machen, würden sie doch elendig verhungern. Das Misstrauen gegen die Flüchtlinge wird hier jeden Tag geschürt, es interessiert die Leute doch einen Scheissdreck. Aber du solltes die beiden Typen kennenlernen, die sind sogar netter als ich und sozialer. Ich vertraue ihnen mittlerweile mehr als meinen eigenen Landsleuten. Stell mich jetzt aber nicht als Held hin, denn das bin ich nicht. Helfen ist doch die normalste Sache der Welt. Ich erwarte das eigentlich von jeder einzelnen Person, auch wenn ich weiß, dass das utopisch ist. Aber auch ich könnte noch viel mehr machen, dafür bin dann aber zu egoistisch.”

Humans of Berlin 18